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Boris Herrmann über Einsamkeit, Glücksgefühle und große Ziele

Boris-Herrmann

Boris auf der Kieler Woche  18. – 26. Juni 2011

Boris Herrmann ist kein Mann der lauten Töne, aber ein Mensch der eindringlichen Worte. Am Dienstag kam der 30-Jährige zum Besuch auf die 117. Kieler Woche, erzählte eindrucksvoll von seinem Engagement im Extrem-Segelbereich.

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Für den zweimaligen Weltumsegler ist die Kieler Woche immer ein besonderer Anlass, schließlich ist er hier selbst viele Jahre 505er gesegelt, hier trifft er seine Segel-Freunde und hier nutzt er auch die Gelegenheit, um von seinen Aufsehen erregenden Projekten der Vergangenheit und seinen Visionen der Zukunft zu berichten.

100 Tage lang war Herrmann von Silvester an auf See, hat mit dem US-Amerikaner Ryan Breymaier beim Barcelona World Race (BWR) nonstop die Welt umrundet. Nun gewöhnt er sich langsam wieder an das Landleben.

„Ich bin selbst überrascht, wie lange es dauert, um die mentale Erschöpfung abzubauen. Ich bin derzeit einfach nicht so konzentriert. Aber das geht mir nicht allein so. Auch Ryan hat das Gefühl, sehr unproduktiv zu sein.“

Das mögen Außenstehende allerdings ganz anders empfinden. Denn Boris Herrmann berichtet mit sehr gewählten Worten, und für Unproduktivität ist der Terminkalender gut gefüllt. Während der Tage in Deutschland erfüllt er Interview-Wünsche, steht bei TV-Auftritten vor der Kamera, spricht mit Sponsoren, schreibt auch Artikel und plant eine Buchveröffentlichung.

Boris Herrmann

Und immer kreist das Gespräch um die Weltumrundung, die Einsamkeit auf See, das Zusammenspiel auf engstem Raum mit seinem BWR-Partner Breymaier.

„100 Tage nur zu zweit zu sein, ist natürlich eine Herausforderung, aber wir haben das gut gemeistert, sind sehr gut miteinander ausgekommen.“

Dennoch bastelt Herrmann nun weiter an seinem Traum, bei der Vendee Globe 2012 allein um die Welt zu segeln.

„Natürlich hat eine Weltumrundung zu zweit Vorteile, viele kritische Situationen wären allein wesentlich schwieriger zu meistern gewesen. Ryan ist ein hervorragender Handwerker, was vieles enorm erleichtert hat. Bei einer Solo-Weltumrundung sind schwere Momente programmiert. Man kann fast damit rechnen, dass man mindestens einmal ein Segel verliert und überfährt.“

Aber Solofahrten seien auch immer Momente der Harmonie. Herrmann sagt, dass er den Rhythmus mit sich, dem Boot und der Natur gut finden könne.

„Es gibt viele Phasen der Meditation, man ist sehr nah bei sich. Ich kann diesen Zustand sehr gut genießen. Natürlich gibt es Momente der Einsamkeit, und es dauert ein wenig, bis man diese bewältigt hat. Aber je länger so ein Rennen dauert, desto mehr Glücksgefühle wie auf einem Gipfel erlebt man.“

Bereits bei seinen Solo-Atlantik-Überquerungen hat er einen Eindruck davon bekommen, wie es sein wird, wenn man bis zu 90 Tage allein auf den Weltmeeren unterwegs ist. Aber das schreckt ihn nicht. Im Gegenteil: Die Teilnahme an der Vendee Globe ist derzeit das höchste Ziel. Dass sich die deutsche Extrem-Seglerszene mit der Konkurrenz von Jörg Riechers (Hamburg) weiter entwickelt, sieht Boris Herrmann bei der Suche nach Sponsoren als Vorteil an.

„Das wäre doch eine tolle Geschichte für die Medien, wenn es zwei Deutsche zur Vendee Globe schaffen und sich dort in freundschaftlicher Rivalität begegnen.“

Bis zu einer Ankunft auf dem Olymp der Extrem-Segler gibt es aber noch viele Hürden zu überwinden. Ein Budget von mindestens 1,5 Millionen Euro gilt es zu erwirtschaften. Dafür trifft sich Herrmann zu Gesprächen mit einem Automobil-Konzern und weiteren großen Unternehmen in Deutschland. Und ein Boot muss organisiert werden. Zum Bau eines neuen Schiffes reicht zwar die Zeit nicht mehr, aber viele gute Gebrauchtschiffe der IMOCA-60-Klasse seien auf dem Markt, sagt Herrmann. Möglicherweise könnte es auch die „Neutrogena“ sein, mit der er gerade erst von der Weltumrundung zurückgekehrt sei. Zwar hatte das Schiff beim BWR ordentlich gelitten, aber Kiel und Rigg sind inzwischen neu und so wäre die Yacht fit für einen neuen Einsatz.

„Es ist ein sehr zuverlässiges Schiff, was mir wichtig ist. Denn auf jeden Fall möchte ich solch ein Rennen beenden.“

Das Timing für einen Start bei der Vendee, die am 21. Oktober 2012 in Les Sables D’Olonne/Frankreich gestartet wird, sei sehr gut. „Bis dahin ist noch etwas Zeit. Wir erarbeiten mit einem kleinen Team die Konzepte, und den möglichen Sponsoren geht es wirtschaftlich gut. Ich habe ein gutes Gefühl, dass es klappen könnte“, sagt Boris Herrmann.

Quelle und Bildmaterial: http://www.kieler-woche.de

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Über den Author

norbertomoreau

Norberto Moreau ist Mitgründer und Teilhaber der Allied Management Ltd Consulting Gruppe (Hongkong, Großbritannien, Spanien). Die Gruppe und seine Partner haben Aktivitäten im Bereich Yachting, Immobilien, Events und Online Business.
Aktivitäten mit eigenen Projekten (70%) / Consulting (30%).

CONSULTING:
Norberto Moreau ist verfügbar für Business Consulting weltweit auf Messen, Regatten etc.
⭐️ Umfassende Kenntnisse in Public Relations, Press Media, Social Media.
⭐️ Aufgrund der Erfahrung mit Consulting als temporärer IT-Officer, PR-Officer, Pressesprecher, Social Media Officer versteht er wie Schlüsselpositionen verknüpft sind.
⭐️ Er ist reiseerfahren und unabhängig.
⭐️ Nutzt fließend mehrere Sprachen für Konferenzen, Verhandlungen, Verträge, journalistische Artikel und Social Media.

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