Regatten

AudiMedCup: Alle für einen, einer für alle

Letztes Update: 10. Oktober 2018

Vor dem Finaltag der Sardinia Trophy führt das Audi Sailing Team powered by All4One nach seinem Sieg im Küstenrennen die dritte Serie im Audi MedCup Circuit 2011 überlegen vor der „Quantum Racing“ (USA) an. Udo Schütz’ „Container“ gewinnt erst die Kurzstrecke, strauchelt dann aber wieder.

© Nico Martinez/Audi MedCup


Es war wie ein Schaulaufen der Meister: Mit ordentlich Krängung überquerte die feuerrote Segelyacht des Audi Sailing Team powered by All4One aus Kiel am Sonnabendnachmittag (23. Juli) als Erste die Ziellinie der Mittelstreckenwettfahrt beimAudi MedCup, die im sardischen Hafen von Cagliari (Italien) ausgelegt war. Majestätisch steuerte die TP 52 unter Skipper Jochen Schümann (Penzberg) danach zum Anlegesteg, wo die internationalen Medien schon aufgereiht warteten. Denn mit 8,5 Punkten Vorsprung vor der Top-Favoritin „Quantum Racing“ (Ed Baird/USA) scheint dem deutsch-französischen Team ein überraschender Gesamtsieg in der Sardinia Trophy, der dritten von fünf Regattaserien der Saison, kaum noch zu nehmen zu sein.

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Die „Container“ von Udo Schütz aus Selters hatte zuvor zwar die am Vortag ausgefallene Kurzwettfahrt gewonnen, wurde im Küstenrennen mit 1,5-facher Wertung aber nur Sechste und liegt vor dem Schlusstag insgesamt auf Platz vier. Auf ihre ärgste Konkurrentin im Kampf um den Audi MedCup-Saisonsieg, die „Quantum“ hat sie vier Zähler Rückstand. Die sind in zwei geplanten Rennen am Sonntag (24. Juli) jedoch noch aufzuholen.

© Guido Trombetta_Studio Borlenghi/Audi MedCup


„Natürlich sind wir hochzufrieden. Schließlich haben wir umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten, und eine solide Leistung abgeliefert. Von der Bootsgeschwindigkeit bis zum Crewhandling bei den Manövern hat alles gepasst“, resümierte ein zufriedener Skipper des Audi Sailing Teams. „Wir hatten zu keiner Zeit ernsthafte Probleme, die ‚Quantum Racing‘ auf Distanz zu halten“, so Jochen Schümann weiter, „wir waren stets souverän, obwohl sie den Audi MedCup anführen. Sie haben alles versucht und hart an der Grenze getrimmt, aber wir mussten kein allzu großes Risiko gehen, um an der Spitze zu bleiben. Auch der Wind war grenzwertig, aber für uns okay. Wir konnten am längsten von allen unseren A3-Spinnaker fahren. Auch das war ein Vorteil. Wir kriegen unser neues Boot immer besser in den Griff, und das zahlt sich aus.“

© Ian Roman/Audi MedCup


„Die Mittelstrecke war eine Demonstration, was die TP 52 leisten können. Wir hatten sechs bis sieben Windstärken, und jeder an Bord hat gespürt, wie viel Druck auf dem Rigg und den Schoten herrschte. Das Boot hat regelrecht vibriert“, berichtete Ed Baird von der „Quantum Racing“, die froh war, am Ende wieder an der „Container vorbeigezogen zu sein. Baird: „Wir gucken in den einzelnen Rennen zwar nicht nach bestimmten Gegnern, doch sind wir am Ende natürlich froh, wenn sich die Ergebnisse auch im Gesamtklassement positiv auswirken. So ist das Audi Sailing Team zwar deutlich vorn. Doch über alle drei Regatten gesehen, haben wir unseren Vorsprung an der Spitze wieder etwas ausgebaut.“

„Wir mögen diese Küstenrennen grundsätzlich ganz gerne, und das Segeln hier in Cagliari ist wahrlich eine Freude“, sagte All4One-Taktiker Sebastien Col nach dem Rennen.
„Die Jungs von der ‘Quantum’ haben uns ganz schön eingeheizt und über den gesamten Kurs nie locker gelassen. Zum Glück waren wir richtig schnell, vor allem am Wind, aber auch halbwinds und konnten jederzeit dagegen halten. Doch wir durften uns keinen einzigen Fehler erlauben. Der Fisch war erst geputzt, als sie sich nach hinten absichern wollten.“

Bei den Soto 40 gab es das gewohnte Bild: Die von Jose María Torcida gesteuerte spanische „Iberdrola“ zog zweimal einsam ihre Kreise und sieht bereits vor dem letzten Tag wie die sichere Siegerin aus, zumal die Verfolgerin „Noticia IV“ von Iñaki Castañer(ebenfalls Spanien) einmal nur Dritte hinter der britischen „Ngoni“ wurde und nun schon sechs Punkte Rückstand aufweist.

Die Sardinia Trophy im Audi MedCup endet am Sonntag (24. Juli) mit jeweils zwei weiteren Kurzrennen der TP 52- und der Soto 40-Klasse. Allerdings wurde zunehmender, stürmischer Mistralwind vorhergesagt, so dass die Starts auch abgeblasen werden könnten.

© Stefano Gattini_Studio Borlenghi/Audi MedCup


Audi MedCup Circuit 2011

Sardinia Trophy (dritte von fünf Regattaserien)
TP 52-Serie (nach sieben Wettfahrten)

1. Audi Sailing Team powered by All4One (Kiel), Jochen Schümann, (4/1/3/3/1/5/1,5) 18,5 Punkte
2. Quantum Racing (USA), Ed Baird, (6/6/2/1/3/6/3) 27
3. Bribón (Spanien), Gonzalo Araujo, (7/4/5/2/2//5/6) 30
4. Container (Selters), Skipper Markus Wieser, (1/2/7/4/7/1/9) 31
5. Audi Azzurra Sailing Team (Italien), Guillermo Parada, (5/3/6/7/5/2/4,5) 32,5
6. Synergy Russian Sailing Team (Russland), Eugeniy Neigodnikov, (3/7/1/5/4/7/7,5) 34,5
7. Ràn (Schweden), Niklas Zennström, (2/5/4/6/6/3/10,5) 36,5
8. Gladiator (Großbritannien), Anthony Langley, nicht angetreten

Soto 40-Serie (nach fünf Wettfahrten)

1. Iberdrola Team (Spanien, 1/1/2/1/1) 6 Punkte
2. Noticia IV (Spanien, 2/2/3/2/3) 12
3. XXII Sardegna (Italien, 4/4/1/3/4) 16
4. Ngoni (Großbritannien, 3/3/4/4/2) 17
5. Patagonia (Argentinien) nicht angetreten



Audi Med Cup
EN| The Audi MedCup has Concluded. This sailing competition ran annually from 2005 to 2011. During its operation it continuously attracted the best sailors in the world.
Webseite: medcup.org
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Über den Author

norbertomoreau

Norberto Moreau ist Mitgründer und Teilhaber der Allied Management Ltd Consulting Gruppe (Hongkong, Großbritannien, Spanien). Die Gruppe und seine Partner haben Aktivitäten im Bereich Yachting, Immobilien, Events und Online Business.
Aktivitäten mit eigenen Projekten (70%) / Consulting (30%). Norberto Moreau ist verfügbar für Consulting weltweit auf Messen, Regatten etc.

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