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Bavarias Übernahmecoup perfekt

Die größte deutsche Sportbootwerft hat heute die Verträge für den Kauf von Grand Soleil und Dufour unterzeichnet. Damit ist der Plan des neuen Bavaria-Chefs, Dr. Jens Ludmann, aufgegangen. Er verfügt nunmehr über zwei weitere namhafte Marken sowie ein Europa umspannendes Produktions- und Händlernetz.

Die größte deutsche Sportbootwerft hat heute die Verträge für den Kauf von Grand Soleil und Dufour unterzeichnet

Damit ist der Plan des neuen Bavaria-Chefs, Dr. Jens Ludmann, aufgegangen. Er verfügt nunmehr über zwei weitere namhafte Marken sowie ein Europa umspannendes Produktions- und Händlernetz.

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Mit einer Ankündigung zum Salon Nautic in Paris war gerechnet worden. Nachdem der größte deutsche Bootsbauer mit seinem industriellen Konzept bereits das Bieterverfahren gegen Investoren aus Frankreich und Italien gewonnen hatte, bestätigte Ludmann am Freitag gegenüber YACHT online die Übernahme. Am Abend waren die Anwälte, die den Kaufvertrag in den vergangenen Wochen ausverhandelt hatten, auf dem Weg zum Notar.

Eine Mitteilung über den Deal, der rund 150 Millionen Euro wert ist, folgte am Samstagmorgen. Darin teilte Bavaria mit, dass die Akquisition der italienisch-französischen Werftengruppe in zwei Schritten erfolge. Aus Zeitgründen zunächst über eine Leasing-Vereinbarung, bis der endgültige Kauf abgewickelt sei.

Der Zeitpunkt ist günstig. Heute öffnete die Pariser Bootsmesse ihre Hallen. Die Rettung von Dufour ist für die französische Wassersportbranche ein wichtiges Signal – und dürfte Bavaria im Land ihres größten Wettbewerbers, der Bénéteau-Gruppe, einige Sympathien bringen. Denn die Deutschen haben sich dazu bekannt, die Produktionsstandorte sowie die damit verbundenen Arbeitsplätze zu erhalten.

Auch für Grand Soleil ist der 3. Dezember ein guter Tag. Die Italiener können derzeit aufgrund von Zahlungsschwierigkeiten den Auftragsbestand nur eingeschränkt abarbeiten. Bavaria hat bereits rasche Finanzspritzen zugesagt, sodass es für die auf sportlich-elegante Yachten spezialisierte Werft in Forli in den nächsten Tagen schon voll weitergehen dürfte.

Beide Marken standen zusammen zum Verkauf, nachdem Finanzinvestoren Dufour und Grand Soleil aufgekauft hatten, aber wegen der drückenden Schuldenlast durch die Fremdfinanzierung der Übernahme nicht erfolgreich neu aufstellen konnten.

Als vor gut drei Jahren Bavaria zum Verkauf stand, weil die Gesellschafter altershalber aufhören wollten, waren die Investoren noch als Bieter aufgetreten, jedoch vorzeitig aus dem damaligen Bieterverfahren ausgeschieden. Nun kommt, mit umgekehrten Rollen, doch noch zusammen, was offenbar zusammen gehört.

Dr. Jens Ludmann, CEO Bavaria Yachtbau, beurteilt die Akquisition als wichtigen Meilenstein: „Wir freuen uns sehr, diese großartigen Marken zusammenzubringen um einen globalen Anbieter zu schaffen. Unsere verfügbare Liquidität und die starke Bilanzaufstellung werden das angestrebte Geschäftswachstum stärken. Wir sehen wesentliche Synergien zwischen den drei Marken in verschiedenen Geschäftsbereichen. Diese Synergien werden uns ermöglichen, unsere jeweiligen Marktpositionen weiter auszubauen.“

Auch Federico Minoli, Chef der Cantiere del Pardo Gruppe, gab sich zuversichtlich, dabei auch selbstbewusst: „Wir sind sehr stolz darauf, dass wir den Zusammenschluss mit einem strategischen Partner wie Bavaria erreicht haben.“

www.yacht.de

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Über den Author

LauraMaas

Author bei NauticWebNEWs