Regatten

Maxi Yacht Rolex Cup 2012: sanftes Comeback am 3. Tag

Ein sanfte Brise bestimmte am Mittwoch (5. September) das Regattageschehen beim Maxi Yacht Rolex Cup 2012 im italienischen Porto Cervo. Nach dem sturmbedingten Ausfall am Vortag maßen sich die 34 teilnehmenden Segelteams auf unterschiedlichen Kursen. Die Mini-Maxis absolvierten bei ihrer Rolex Weltmeisterschaft zwei Kurzrennen, die beide die US-amerikanische Bella Mente mit Eigner und Skipper Hap Fauth gewann, der auch die Gesamtführung übernahm.

Die anderen vier Wertungsklassen wurden nach Capo Ferro im Maddalena-Archipel auf ein 38 Seemeilen langes Küstenrennen geschickt, das anschließend halbwinds nach Monaci und nach der Am-Wind-Kreuz außerhalb der Inseln über Barrettinelli zurück durch die Bomb Alley in den Starthafen Porto Cervo führte. Tagessiegerin Esimit Europa 2 mit Steuermann Jochen Schümann aus Penzberg, die nur drei Stunden und 23 Minuten benötigte, ist auch neuer Spitzenreiterin bei den Maxi-Racern. Der Kölner Thomas Bscher siegte mit seiner Open Season bei den Wallys, doch die Magic Carpet² von Sir Linday Owen-Jones aus Großbritannien blieb insgesamt vorn. Die britische Nilaya gewann erneut bei den Supermaxis. Tagessiegerin der Division Maxi Racing/Cruising wurde die einheimische Altair, aber die Aegir aus Großbritannien blieb insgesamt vorn.

Alles offen in der Wally-Klasse

In der Wally-Konkurrenz entwickelt sich in Abwesenheit des viermaligen Hamburger Siegers Claus-Peter Offen (Y3K) eine immer dichtere Leistungsspitze. Die acht Boote, darunter die erste neue Wally Cento Hamilton von Charles Dunstone aus England schenken sich nichts. Hatte zum Auftakt die Magic Carpet² noch den Bug vor der ebenfalls britischen Siegerin von 2007, J-One (Jean-Charles Decaux), musste sie sich am Mittwoch der Open Season geschlagen geben.

„Ironischer weise sind wir am ersten Tag schlechter gesegelt als bei unserer Niederlage“, kommentierte Taktikberater Tom Whidden, „bis zur Topmarke in der Nordostecke hatten wir diesmal einen großen Vorsprung vor dem Rest der Klasse herausgefahren. Aber zwischen den Inseln nahm der Wind teilweise bis zur totalen Flaute ab.“

Dadurch rückten die Verfolger von hinten auf, und die Open Season navigierte schlicht geschickter an den Windlöchern vorbei.

„Die Bedingungen waren schon viel besser als am Vortag, aber es blieb schwierig vorherzusagen, was genau passieren würde“, erklärte der spanische Open Season-Navigator Nacho Postigo. „Wir hatten ein ausgeglichenes Match mit der Magic Carpet². Sie ist generell ein kleines Bisschen schneller. Aber wir haben uns nicht abschütteln lassen und vor allem vor dem Wind viel Boden gutgemacht. Während das britische Boot zu den Favoriten gezählt wird, tritt Bscher eher als Außenseiter an. „Wenn wir so gut wie möglich segeln, ist der Eigner zufrieden und fährt stolz nach Hause“, so Postigo weiter, „und nach diesem Rennen ist er ziemlich glücklich.“

Sowohl Whidden als auch Postigo beobachten die Leistung der Hamilton aufmerksam, die nach dem siebten Rang zum Auftakt Vierte wurde. „Niemand sollte die unterschätzen, denn es ist die Premiere des neuen Boots“, warnte Postigo, „dort agieren einige großartige Segler an Bord, und die Lernkurve zeigt steil nach oben.“

Auch Owen-Jones hat eine Wally Cento bestellt, die 2013 vom Stapel laufen soll. Whidden freut sich bereits auf das neue Boot:

„Die Hamilton sieht aufregend aus, und so wird es sicher auch die neue Magic Carpet tun. Sie wird nahezu genauso groß sein, aber kleine Unterschiede aufweisen. Das Leistungspotential dürfte sich je nach Windbedingungen unterscheiden.“ Der Wechsel von 94 auf 100 Fuß Gesamtlänge sei die Reaktion auf den Trend der Zeit, so Whidden weiter, „die Heckpartie ist breiter, der Bug feiner und die Segel exotischer und schneller. Also gehen die Boote richtig gut ab. Die alten Yachten können bei guter Brise von der Seite zwischen elf und 15 Knoten Geschwindigkeit erreichen, die neuen schaffen 20.“

Die Magic Carpet² geht als Führende vor der Open Season und der J-One in den vierten Wettfahrttag am Donnerstag (6. September), der für die Wallys und die Mini-Maxis je zwei Kurzrennen vorsieht. Der Rest der Teilnehmer segelt wieder ein Küstenrennen.

Ergebnisse nach deM 3. Tag

Maxi Racing/Cruising

BOAT NAME COUNTRY BOAT OWNER R1 R2 TOTAL
Aegir GBR Brian Benjamin 1 2 3.0
Altair ITA Leasint Spa 4 1 5.0
Berenice Bis ITA Marco Rodolfi 2 3 5.0

Maxi Racing

BOAT NAME COUNTRY BOAT OWNER R1 R2 TOTAL
Esimit Europa 2 SLO Igor Simcic 3 1 4.0
Velsheda GBR Tarbat Investments 1 3 4.0
Highland Fling MON Lord Irvine Laidlaw 2 2 4.0

Wally

BOAT NAME COUNTRY BOAT OWNER R1 R2 TOTAL
Magic Carpet 2 GBR Sir Lindsay Owen Jones 1 2 3.0
Open Season GBR Thomas Bscher 4 1 5.0
J One GBR Jean Charles Decaux 2 3 5.0

Supermaxi

BOAT NAME COUNTRY BOAT OWNER R1 R2 TOTAL
Nilaya GBR Filip Balcean 1 1 2.0
Saudade GER Albert Buell 3 2 5.0
Sojana GBR Peter H. Harrison 2 4 6.0

Mini Maxi Rolex World Championship

BOAT NAME COUNTRY BOAT OWNER R1 R2 R3 TOTAL
Bella Mente USA Hap Fauth 2 1 1 5.0
Rán 2 GBR Niklas Zennström 1 4 4 9.5
Caol Ila R USA Ocean Racing III 4 5 2 13.0


Maxi Yacht Rolex Cup – Porto Cervo, Sardinia, Italy – September 2-08, 2012
Der Maxi Yacht Rolex Cup wird vom Yacht Club Costa Smeralda und der internationalen Maxi-Klassenvereinigung IMA in enger Zusammenarbeit mit Rolex organisiert. Ein erstklassiges Rahmenprogramm begleitet die Regatta, darunter die Rolex Crew Party und die finale Preisverteilung, auf der den Gewinnern die Maxi Yacht Rolex Cups und edle Rolex Uhren überreicht werden.
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Artikel über Maxi Yacht Rolex Cup.

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Fotos: Rolex / Carlo Borlenghi (info / EN), Daniel Forster, Kurt Arrigo
Quelle: yccs.it

Über den Author

norbertomoreau

Norberto Moreau ist Teilhaber und Digital Marketer der Gruppe Allied Management Ltd (Hong Kong, London, Valencia). Die Gruppe und seine Partner haben Aktivitäten im Bereich Yachting, Immobilien und Online Business.