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Regattastart des Maxi Yacht Rolex Cup 2012 in Porto Cervo

Letztes Update: 6. September 2012

Eine zunehmende Südost-Brise und strahlender Sonnenschein begleiteten am Montag (3. September) den Regattastart des Maxi Yacht Rolex Cup 2012 in Porto Cervo, Sardinien/Italien. Die ersten Klassensieger waren Ran 2 (Großbritannien) bei der Mini-Maxi Rolex Weltmeisterschaft, Velsheda in der Division Maxi Racing, Aegir (Maxi Racing/Cruising) sowie Nilaya bei den Supermaxis und Magic Carpet 2 (alle ebenfalls aus Großbritannien) in der Wally-Gruppe. Als schnellste Yacht nach gesegelter Zeit brauchte die Esimit Europa 2 aus Slowenien kaum mehr als zweieinhalb Stunden für den knapp 29 Seemeilen langen Küstenkurs, den die internationalen insgesamt 34 Boote zu absolvieren hatten. Er führte rund um die Landmarken von Monaci, Secca Tre Monti, Mortoriotto und Soffi, bevor es zurück nach Porto Cervo ging.

regattanews.com wird während der 23. Ausgabe des Maxi Yacht Rolex Cup jeden Tag von einer anderen Klasse berichten. Zum Auftakt liegt der Fokus auf der Mini-Maxi Rolex Weltmeisterschaft.

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Rán führt die phantastischen Zwölf an

Von den fünf verschiedenen Wertungsklassen ist das Mini-Maxi-Feld bei seiner dritten WM mit zwölf Teilnehmern am stärksten besetzt. Ist der Verlauf des ersten Tags ein Hinweis für den Rest der Woche, wird der Wettkampf unvorhersehbar und spannend zugleich. Niklas Zennströms hochprofessionelle Crew der 21,91 Meter (72 Fuß) langen Rán 2 – Gewinnerin der beiden vorangegangenen Mini-Maxi Rolex-Weltmeisterschaften – musste ihr ganzes Können aufbieten, um die bereits im Vorfeld hoch eingeschätzten Konkurrenten Bella Mente (USA) und Jethou (Großbritannien) in Schach zu halten.

„Das war ein großartiger Segeltag“, berichtete Zennström, „wir hatten drei bis vier Windstärken und dabei das schöne Küstenrennen genossen. Der Wettkampf war wirklich spannend. Wir haben eine lange Zeit mit der Shockwave gekämpft, und die Bella Mente kam direkt hinter uns ins Ziel.“ In der Tat hatte George Sakellaris 21,80 Meter lange Shockwave die Rán 2 mächtig unter Druck gesetzt, ehe sie auf einem Felsen auflief und den Kiel beschädigte. Die Crew musste das Rennen aufgeben und hofft, dass nicht die gesamte Woche dadurch verloren geht.

Zennström glaubt, seine Rán 2 steht die härteste Mini-Maxi Rolex WM bisher bevor. „Wir sind uns unserer Sache nicht so sicher, denn die Konkurrenz durch neue Boote wie Stig und Bella Mente ist hart.“ Gleichwohl spornt dies Zennström besonders an: „Wir sind hier hergekommen, um zu kämpfen, und nicht um leicht zu gewinnen. Mit vier sehr ähnlichen 72-Füßern wird es viele Zweikämpfe und taktische Situationen geben. Dies ist die Weltmeisterschaft. Sie sollte schwierig zu gewinnen sein. Und genauso wollen wir es haben.“ Sein Erfolgsgeheimnis in Porto Cervo? „In einer vollen Regattawoche musst du vor allem konstant sein und wirkliche Ausrutscher vermeiden, indem die Fehlerzahl so gering wie möglich gehalten wird.“

Hap Fauths 21,94 Meter lange Bella Mente zeigte bei ihrem Maxi Yacht Rolex Cup Debüt einen eindrucksvollen Beginn und wurde Zweite. „Niklas (Zennström) ist am Steuer in seinem Element, und Ran ist Favorit. Aber da sind eine ganze Reihe von ernstzunehmenden Verfolgern, zu denen wir auch gehören“, meinte Fauth vor dem Auftakt. „Wir und die Crew der Stig lernen beide noch in unseren neuen Booten, während die Shockwave sich bereits in anderen Regatten bewährt hat und vor allem in den derzeit vorherrschenden leichten Winden vorne landen dürfte. Du musst hier konstant sein und konservativ segeln, um erfolgreich zu sein.“ Prophetische Worte.

Die drittplatzierte Jethou, die 18,90 Meter misst, ist eine der kleineren Mini-Maxis, dürfte aber unter Führung des erfahrenen Taktikers Brad Butterworth am Ende mit vorne zu finden sein. „Die Bedingungen waren sehr gut. Wir allen hatten Leichtwind und Regen erwartet, bekamen aber eine vernünftige Brise und Sonnenschein“, kommentierte Eigner Sir Peter Ogden das Geschehen. „Das war ein großartiger erster Tag. Die Rennen sind diesmal spannender als zuvor dank dieser vier 72-Füßer. Das macht es härter für uns, weil sie diktieren, wo wir hinfahren und was wir tun müssen.“

Während Alessandro Rombellis Stig sich bei ihrer Mini-Maxi Rolex WM-Premiere auf Platz sechs wiederfand, war Alex Schärers Crew an Bord der Caol Ila R (Großbritannien) – die frühere Alegre – mit Rang vier hochzufrieden. Sie muss sich schnell von ihrem Racer/Cruiser gleichen Namens umstellen. „Die Bedingungen waren klassisch für Sardinien mit vielen Wechseln, ein großer Tag“, so Taktiker Gordon Maguire. „Wir haben versucht, es in unserem ersten Rennen locker angehen zu lassen und Anfängerfehler zu vermeiden. Wir werden das Stück für Stück feintunen.“ Maguire und die Crew haben ein Ziel vor Augen: „Ein Ergebnis unter den besten Vier würde uns freuen, denn das Niveau der Konkurrenz ist phänomenal. Dies ist eines der besten Kielbootfelder auf dem Planeten.“

Der Regattaplan sieht Dienstag (4. September) für die Mini-Maxis und die Wallys je zwei Kurzrennen vor, während die übrigen Klassen ein weiteres Küstenrennen segeln sollen.



Maxi Yacht Rolex Cup
Webseite: yccs.it
Fotos / Videos: Maxi Yacht Rolex Cup


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Über den Author

norbertomoreau

Norberto Moreau ist Mitgründer und Teilhaber der Allied Management Ltd Consulting Gruppe (Hongkong, Großbritannien, Spanien). Die Gruppe und seine Partner haben Aktivitäten im Bereich Yachting, Immobilien, Events und Online Business.
Aktivitäten mit eigenen Projekten (70%) / Consulting (30%). Norberto Moreau ist verfügbar für Consulting weltweit auf Messen, Regatten etc.

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