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Zwölf Segler sind in Weymouth zu den Olympischen Spielen

Olympia2012-Ringe

In wenigen Tagen beginnt in London das größte Sportspektakel der Welt, die Olympischen Spiele (28. Juli bis 11. August 2012).

Vergangenen Montag verließen die zwölf Segler Deutschland und zogen in das deutsche Haus in Weymouth ein – rund 190 Kilometer von London entfernt. Wir stellten den Seglern vorab ein paar Fragen:

Was geht so kurz vor den Spielen in deinem Kopf vor? Auf was freust du dich?

Simon Grotelüschen (LYC): Eigentlich bin ich sehr entspannt. Die Aufregung kommt schon von alleine. Freuen tue ich mich einfach auf die Wettkämpfe und ein bisschen natürlich auch auf die Eröffnungsfeier.

Hast du dich im olympischen Dorf schon eingelebt?

Robert Stanjek (NRV): Absolut, die Unterkünfte sind super, alles hier hat Hand und Fuß. Wir haben nur einen Weg von fünf Minuten zu den Wettkampfstätten und die vielen Helfer sind sehr freundlich. Und es ist spannend, die anderen Athleten beim Essen zu treffen und zu sehen, welches Outfit sie haben. Das Essen schmeckt übrigens sehr gut, und überall steht drauf, wie viel Kalorien das Gericht hat.

Wie sieht das Training an Land und auf dem Wasser aus?

Tobias Schadewaldt (NRV): Wir nutzen jeden Tag, um bei den Olympischen Spielen noch ein bisschen besser zu segeln. Inhaltlich verlassen wir uns dabei auf die Routinen, wie vor jedem anderen Jahreshöhepunkt auch. Wir beginnen den Tag mit einem lockeren Läufchen vor dem Frühstück, gehen dann meistens zweimal für jeweils zwei Stunden auf’s Wasser und beenden den Tag mit einem ordentlichen Besuch im Fitnessraum. Auf dem Wasser haben wir das Glück, viel mit unseren Sparringspartnern Erik Heil und Thomas Plößel (NRV) trainieren zu können. Im Moment stehen der Zweikampf und letzte Feinheiten in der Kreuztechnik im Fokus.

Wie bekommst du den Kopf frei bzw. wie schaltest du ab?

Simon Grotelüschen: Musik hören, Bücher/Zeitungen lesen, mit meiner Freundin telefonieren oder mit den anderen aus dem Team schnacken.

Bist du ein bisschen traurig, dass du 190 Kilometer von London entfernt bist?

Robert Stanjek: Nein, das ist ja anders gar nicht möglich. Außerdem fahren wir alle zusammen am 27. Juli nach London und nehmen an der Eröffnungsfeier teil. Unser erstes Rennen startet dann am 29. Juli.

Die Sicherheitsstandards während der Spiele sind bekanntlich sehr hoch. Denkst du, dass ihr dennoch Gelegenheit haben werdet, euch auch frei zu bewegen?

Tobias Schadewaldt: In der Tat hat sich die Hafenanlage von Weymouth in den letzten Wochen deutlich verändert. Zahleiche Kameras, Zäune und Sicherheitskontrollen wurden aufgestellt. Bei jedem Betreten und Verlassen gleicht es dem Besuch auf einem Flughafen. Auch mit unserem Schiff dürfen wir nicht mehr einfach in den Hafen fahren, sondern müssen uns vorher zu einer Sicherheitskontrolle anmelden. Auf diese Dinge können wir uns aber einstellen und dann nur noch als Routine wahrnehmen. Auf dem Wasser ist alles gleich geblieben und hier ist es uns am wichtigsten, dass wir uns frei bewegen können.

Quelle (Bild und Text): www.sailing-team-germany.de

Über den Author

norbertomoreau

Norberto Moreau ist Teilhaber und Digital Marketer der Gruppe Allied Management Ltd (Hong Kong, London, Valencia). Die Gruppe und seine Partner haben Aktivitäten im Bereich Yachting, Immobilien und Online Business.